Elektrounfall bei E-Autos: Neue Gefahren fürs Herz
Nicht nur unser Straßenbild ändert sich mit der zunehmenden Verbreitung von elektrisch betriebenen Fahrzeugen. Betrieb, Wartung und Reparatur von E-Autos in Kfz-Werkstätten unterscheiden sich von herkömmlichen Pkws. Eine neue Gefahrenquelle ergibt sich, da elektrisch betriebene Fahrzeuge hochspannungsgeladene Kondensatoren enthalten. Viele Kfz-Betriebe werden aktuell auf die Wartung und Reparatur von Hybrid- und vollelektrischen Fahrzeugen vorbereitet. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit. Bei der Wartung und bei der Reparatur von Hybrid und vollelektrischen Fahrzeugen können die handelnden Personen in Kontakt mit spannungsgeladenen Teilen kommen und einen Elektrounfall erleiden. Potenziell gefährdet sind z. B. Mitarbeiter einer Kfz-Werkstatt oder eines Abschleppdienstes, die ein Elektro-Unfallfahrzeug bergen. Stromunfälle führen häufig zum Herz-Kreislauf-Stillstand. Bei elektrotechnischen Arbeiten, wie beispielsweise bei der Reparatur eines Elektroautos, ist ein Automatischer Externer Defibrillator (AED) und ein verbessertes Erste- Hilfe-Training empfehlenswert, um einem vom Elektrounfall Betroffenen retten zu können.Defibrillatoren sind von der DGUV empfohlen
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (kurz: DGUV) hat eine FAQ-Liste „Handlungsrahmen Elektromobilität“ erstellt, um aufgrund der neuen Gefährdung, Kfz-Betrieben Handlungsempfehlungen zu geben. Die DGUV empfiehlt aufgrund der Gefährdung die Anschaffung eines Automatisierten Externen Defibrillators. Aber, anders als in einigen anderen Ländern, erläßt die DGUV keine Verpflichtung. In Deutschland leitet sich eine Verpflichtung zur Beschaffung von Defibrillatoren indirekt ab. Der Gesetzgeber verpflichtet den Unternehmer aus Gründen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes eine Gefährdungsbeurteilung vorzunehmen und geeignete Maßnahmen nach dem Stand der Technik zu ergreifen, um die Arbeitnehmer zu schützen.Veränderte Gefährdungslage
Die zunehmende Wartung und Reparatur von E-Autos führt zu einer veränderten Gefährdungslage für Arbeitnehmer von Kfz-Betrieben. Elektrische Gefährdungen ergeben sich durch Stromschläge und Lichtbögen, die in der Folge zu:- Verbrennungen (äußere und innere),
- Schädigung der Augen,
- Lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen,
- Herzstillstand,
- Atemstillstand,
- Tod
Arbeitsschutz und Vorschriften
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung DGUV empfiehlt zum Schutz Ihrer Mitarbeiter und Kunden Erste-Hilfe-Fortbildungen und die Bereitstellung eines Defibrillators. Einschlägige zu beachtende Vorschriften für den Unternehmer sind:- §§ 5, 6 Beurteilung und Dokumentation der Arbeitsbedingungen ArbSchG
- § 3 Gefährdungsbeurteilung BetrSichV
- § 3 Abs. (1) Gefährdungsbeurteilung und Umsetzen von Maßnahmen
- § 10 Erste Hilfe ArbSchG
- § 2 Abs. (1) Verhütung von Arbeitsunfällen, wirksame Erste Hilfe DGUV Vorschrift BGVA
- § 8 Gefährliche Arbeiten DGUV Vorschrift BGVA
- DGUV Regel 1009-009 Instandhaltung. Arbeit an elektrischen Anlagen von elektrischen Fahrzeugen
Beratung & Notfall
Eine gute Beratung ist ein essenzieller Bestandteil in der Kaufentscheidung eines Defibrillators. Wir beraten Sie als unabhängiger Händler individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Jetzt kostenfrei anrufen: 0800 / 5 700 800 Jede Minute zählt – ein Kampf gegen die Uhr Es besteht eine besondere Gefährdung, wenn Personen bei der Bergung, Wartung oder Reparatur eines Hochvoltfahrzeugs mit einem spannungsgeladenen Aggregat oder Karosserie in Berührung kommen. Es kommt in diesem Fall sehr häufig zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen. Die Gefahr geht sowohl von vollelektrisch betriebenen Fahrzeugen als auch von Elektrohybridfahrzeugen aus. Ein Kammerflimmern führt zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand. Es beginnt für den Notfallpatienten und die Ersthelfer ein Rennen gegen die Uhr, denn mit jeder Minute sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit des Betroffenen um ca. 10 %. Um das Überleben des Notfallpatienten zu sichern, muss sofort mit einer Herzlungen-Wiederbelebung reanimiert werden. Die Chancen für eine Rettung steigen für den Notfallpatienten erheblich, wenn dann ein Laien Defibrillator griffbereit ist und innerhalb von drei Minuten zum Einsatz kommt. Poster bestellen


Die Behandlung mit einem ZOLL Laien-Lefibrillator ist einfach
Leben retten in 3 schritten- AED einschalten und den Anweisungen folgen,
- Elektroden anbringen,
- Schocktaste drücken und/oder mit der Herdruckmassage beginnen